Lux Eterna

Das Steinmetzzeichen ist eine übliche Markierung an Skulpturen und Bauwerken, welches besonders in Kirchen zu finden ist. Dieses ist bereits seit der Antike bekannt, taucht je nach Jahrhundert auf und verschwindet dann wieder komplett. Jeder Steinmetz hatte sein persönliches Zeichen auf Lebzeiten und es durfte nur einmal verwendet werden. Behauptet wird, dass die Zeichen zum Versetzen der Steine und zum Verrechnen der Arbeit diente, jedoch widerspricht sich diese Theorie mit dem Aufwand, welchen die Herstellung eines solchen Zeichens mit sich bringt. Bis an hin gibt es keine fundierte Erklärung, zu welchem Zweck das Zeichen diente. Das mystische Symbol, das verschlüsselte Informationen enthält, kennzeichneten die „freien Maurer“ als architektonische Baumeister und Beherrscher der Geometrie. Das Streben nach etwas Höherem war in der Antiken Dombauhütten ihr höchstes Ziel beim Bau alter Sakralstätte. An dieser Thematik spannend ist die Tatsache, dass aus der Bauhüttentradition die heutige Freimaurerei hervorgegangen ist. Goethe, der selber Freimaurer war, schrieb in Faust (Ausschnitt):

„Bin ich ein Gott? Mir wird so licht Ich. schau in diesen reinen Zügen.
Die wirkende Natur vor meiner Seele liegen.“
[...]
„Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein! Du, Geist der Erde, bist mir näher.“

Faust steigert sich im Betrachten der Symbole, erfährt dadurch ein echtes Symbolerlebnis und geriet in Ekstase.

Die Arbeit soll ein mystisches Erleben des Symbols bewirken und jene tiefste, wundervollste Versenkung in das Immaterielle zum Erlebnis machen.