«Raumgeschichten»
Nov
3
zu 4. März

«Raumgeschichten»

Für gewöhnlich hängt Kunst – so zumindest das Klischee – an der Wand. Nicht so in der Ausstellung «Raumgeschichten. Da drängt alles in den Raum. Aus Zeichnungen werden Landkarten mit einer ganz eigenen Topografie, aus Malerei in subtiler Farbigkeit gestaltete Räume. Diese füllen sich mit Sprache, Erinnerung und Ideen. Der poetische Raum wird zum gesellschaftlichen Raum.

Unter dem Begriffspaar Fläche und Raum lässt sich eine überwiegende Zahl an künstlerischen Fragestellungen aufrollen. Die beiden Grössen interferieren und bedingen sich wechselseitig und gehen eigenartige, bisweilen rätselhafte Verhältnisse ein. Selbst wenn sie mit einer so grundlegenden Sache wie dem Verhältnis zwischen Bild und Wirklichkeit beschäftigt ist, folgt die Kunst einer eigenen, poetischen Logik. Dieser möchte «Raumgeschichten» nachspüren.

Das Thema Raum wird in der Ausstellung aus unterschiedlichen Perspektiven aufgerollt. Verbindendes Moment ist die Struktur der Ausstellung selbst, die vier der sieben eingeladenen Kunstschaffenden (Esther Ernst, Marius Brühlmeier, Sabine Trüb, Gianluca Trifilo) einlädt, einen je eigenen Raum zu gestalten. Ergänzend hinzu kommen drei Positionen (Boris Rebetez, Andreas Hofer & Alex Spichale), die sich aus thematischer Perspektive mit Raum beschäftigen und gewissermassen über die Fläche Raum generieren.

Eingeladen sind: Esther Ernst (*1977, lebt und arbeitet in Berlin und Basel), Gianluca Trifilo (*1983, lebt in Baden), Marius Brühlmeier (* 1954, arbeitet in Baden), Andreas Hofer (*1956, lebt in Bremgarten), Boris Rebetez (*1970, lebt und arbeitet in Basel), Alex Spichale (lebt in Baden), Sabine Trüb (*1960, lebt und arbeitet in Aarau)

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Weihnachtsausstellung
Okt
29
zu 22. Dez.

Weihnachtsausstellung

X-Mas-Shopping Sonntagsverkauf: 2. & 9. Dezember jeweils 11-16 Uhr

Mit der Weihnachtsausstellung gibt der Kunstraum Waldhaus einen Rückblick auf das erste Jahr. Wir zeigen Werke, die schon mal zu sehen waren und stellen neue Arbeiten unserer bisherigen Künstlerinnen und Künstler vor.

Bei einer spannenden Ausstellung mit vielen, hauptsächlich kleineren Arbeiten, helfen wir unseren Besucherinnen und Besuchern beim Weihnachtseinkauf und unterstützen so auch unsere Künstlerinnen und Künstler mit einem Weihnachtsbatzen.

Natürlich ist die Weihnachtsausstellung mehr als ein Gabentisch für Weihnachten, die Ausstellunggibt mit über 200 Arbeiten einen sehr guten Überblick über das erste Jahr, regt die Gäste zum Nachdenken an und vereint so das eigentliche Ziel von Weihnachten, die Sinnlichkeit mit dem leider nicht wegzudenkenden Konsum auf eine Art, wie dies nur eine Weihnachtsausstellung kann.

Erfreuen Sie sich der Ausstellung, besuchen Sie uns im weihnächtlichen Kunstraum und gönnen Sie sich ein wärmendes Heissgetränk. Wir freuen uns mit Euch auf dieses spannende Jahr voller Kunst, Diskurse und intensiver Eindrücke zurück zu blicken.  

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D I G I T A L
Okt
12
zu 3. Nov.

D I G I T A L

D I G I T A L bestimmt unsere Gesellschaft. Auch in der Kunst werden mehr und mehr digitale Medien eingesetzt. Formen, Einsätze, Verarbeitungen und Hintergründe gibt es viele. Kunstraum Waldhaus zeigt Werke aus dem Schaffen von sechs Künstlern mit Videoarbeiten und interaktiven Installationen.

Mit: Pascal Grütter, Matthias Gubler, Martin Gut, Matthias Moos, Niki Passath & Gianluca Trifilo


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Diplomausstellung 2014
Jun
4
zu 15. Juni

Diplomausstellung 2014

  • F+F Schule für Kunst und Design (Karte)
  • Google Kalender ICS

Diplomausstellung 2014
Studiengänge Bildende Kunst, Film, Fotografie und Visuelle Gestaltung

Vernissage: Mittwoch, 4. Juni 2014, 18 Uhr Ausstellung: 5.–15. Juni 2014

Die nüchterne, fast grafische Kohlezeichnung ist bereits von der gegenüberliegenden Strassenseite an der Fassade der F+F zu erkennen: ihr Inhalt verhält sich beinahe kontradiktorisch zur Darstellungsart, vergleicht sie doch die Rauschwirkung verschiedener legaler und illegaler Drogen. Die dezidierte Öffentlichkeit der Zeichnung steht im Gegensatz zur meist klandestinen Szene, der zwei Brüder des Künstlers Gianluca Trifilo zum Opfer fielen. Viel prekärer manifestiert sich die geschwärzte Glasplatte im Innern des Gebäudes, die sich im Sinne einer Katharsis durch die Spuren des Gebrauchs und Transports langsam vom Russ reinwäscht. Dieses Werk bildet den Auftakt zu zahlreichen Arbeiten, die sich mit ganz persönlichen Themen der Biografie beschäftigen.

Weitere Arbeiten verhandeln das gesellschaftliche und politische Umfeld oder befragen die eigene Rolle darin. Vom Befremdet sein mit der Umwelt handelt das Theater von Ali Ruhi Ahangarani, für das er im Container eigens eine Kulisse baut. Da- rin inszeniert er die seit Jahren weiterentwickelte Geschichte der blauen Puppe.

Lautete die Ausgangsfrage von Timur Geyran, ob es möglich sei, Gesichter emotionslos abzubilden, so stellte sich im Verlauf der Arbeit heraus, dass die fotografische Nähe, die Direktheit und die Qualität der Porträtierten ihnen eine eigentümliche Natürlichkeit und hohe Ästhetik verleiht.

Fasziniert vom Wesen der Schönheit, von Jugendlichkeit und Weiblichkeit, versucht Lynn Egger die Elemente dieser Klischees mit grossformatigen Fotomontagen in Kombination mit Malerei aufzuspüren. Ein Spiel von Überlagerungen, Vervielfachungen und Rekombinationen kaschiert Offensichtliches und akzentuiert Verstecktes.

Ohne der Nostalgie einer vergangenen Konsumästhetik alter Verpackungen, Reklamen und Kataloge aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu verfallen, erprobt Andrea Kuster verschiedene Zugänge, um den riesigen vererbten Nachlass ihrer Grosstante zu erschliessen. Im eigens dafür entworfenen Label vereinigt sie gleichermassen Formate der Dokumentation wie der Interpretation über eine Auswahl an Produkten.

Dem ambivalenten Verhältnis zwischen dem kulturellen Konsum elektronischer Musik und dessen urbaner Entfremdung und Verdrängung stellt Stefan Rudin die mobile Jurte entgegen, die sich dem System des mehrfach benutzen Stadtraums anpasst und diesen temporär zurückgewinnt.

Eine grössere Werkgruppe kann lose unter den Begriffen der Präsentation und der Repräsentation zu sammengefasst werden. Darunter fallen Arbeiten, die sich mit dem Auftritt und der Wirkung von Orten und Gegenständen beschäftigen. Der Versuch, eine vom Menschen geschaffene Landschaft unter Naturschutz objektiv und wertneutral zu betrachten, resultiert in einem strengen, systematischen Vorgehen: Entlang einer Flusslandschaft stellt Romy Rieser alle 13 Schritte das Stativ auf und scannt mit fünf gleichbleibenden Blickrichtungen die Ausschnitte fotografisch ab. Das Resultat ist eine normierte, durchdeklinierte Strecke, die in den stattlichen Dimensionen des Prints wieder physisch erlebbar wird.

Mit neuen Formen der Zugänglichkeit zu Werten und Daten experimentiert Andrea Trütsch. Abseits konventioneller Illustration und Repräsentation von Zahlen und Verhältnissen findet sie neue Ansätze, wie diese ebenso grafisch wie materiell und akustisch aufgezeigt werden können.

Für ein japanisches Restaurant, das schon bald die Türen eröffnet, entwirft Noi Oki den visuellen Auftritt und schafft und vermittelt so die Identität und den Charakter dieses künftigen Betriebs.

Identität und lokale Zugehörigkeit nimmt Rémy Steinmann wörtlich und entwirft sechs stereotype Embleme ebenso vieler Zürcher Stadtteile, die er auf T-Shirts druckt und damit kurzerhand seine eigene Kollektion erstellt.

«Braucht es mich als Grafiker?» lautete die Ausgangsfrage von Andreas Amstutz, denn nicht selten begegnen ihm suboptimal gestaltete Flyer und Prospekte. Mit einem ironischen Augenzwinkern entwirft er einen Design Checker, der einfache Verbesserungsvorschläge unterbreitet und auserwählten Amateurgrafikern ein Re-Design bietet.

Mit Druckerzeugnissen aus der Werbung schafft Joel Périat eine raumgreifende, begehbare Collage. Im Innern des Kubus umhüllt die Besuchenden ein vielschichtiges Panorama formalästhetischer und inhaltlicher Kontextverschiebungen. Die Technik des Risographen hat sich in der kommerziellen Nutzung zur Vervielfältigung nicht durchsetzten können.

Dass dieses Verfahren aber gerade auf gestalterischer Ebene vielfältig einsetzbar ist und sich die technischen Unzulänglichkeiten produktiv nutzen lassen, beweist Stéphanie Seematter.

Die Wesen im Lexikon von Marta Frieden finden sich in keinem Tiernachschlagewerk oder zumindest nicht ganz, denn die fiktiven, chimären Lebewesen sind Neukombinationen des Tierreichs. Individuelle Angaben zu Lebensraum, Fressverhalten sowie zur Taxonomie suggerieren das Verschwimmen der klaren Trennung von Fiktion und Realität.

Wie in den vorangehenden Jahren wird für die zahlreichen Abschlussarbeiten in der Sparte Film ein eigener Kinosaal eingerichtet. Zu sehen sind mehrheitlich Dokumentarfilme, die sich unüblichen Lebensentwürfen und schicksalshaften Realitäten widmen und dabei durch ihre Nähe zu den Protagonisten bestechen. «lebenswert» – ist dieser Titel eine Frage, eine Behauptung oder eine Feststellung? Die Hirnoperation des unter schwerer Epilepsie leidenden Jugendlichen hatte dramatische Konsequenzen für die Familie und ihre Umgebung. Evelyne Meier und David Borter begleiten die Familie und wagen existenzielle Fragen.

Das Setting des Dokumentarfilms von Annja Früh ist das Zuhause einer alten Frau, die mit 15 Roma zusammen lebt. Verständnis und Verständigung abseits einer gemeinsamen Sprache bleiben tägliche Herausforderungen, auch wenn der gegenseitige Gewinn dieser atypischen Wohnform überwiegt.

Das filmische Porträt von Isidor von Lukas Schwarzenbacher nähert sich seinerseits einem Mann an, der seit 20 Jahren im Wald lebt.

Fast diametral dazu macht sich Co- rinne Landolt auf die Suche nach dem Bünzli und befragt Wesen und Klischee des Spiessbürgers. Menschen, denen die Biederkeit im Nachnamen steckt, setzen den Startpunkt der Recherche.

Nicht ein Stereotyp, sondern die eigene Person und das nahe Umfeld liegen im Fokus des sehr persönlichen Films von Pilar Trachsel, der von ihrer Rolle als Mutter, der Erziehung ihres Kindes und gleichzeitig ihrer Rolle als Kind ihrer eigenen Mutter handelt.

Aus einem anderen familiären Kontext stammt der Protagonist im Dokumentarfilm von Alexander Boëthius. Seit dem gescheiterten Selbstmordversuch lebt der Familienvater in einem buddhistischen Kloster in Thailand, wo er nach dem veränderten Sinn des Lebens und dem Streben nach Glück befragt wird.

Das Drehbuch von Martin Cantieni mündet in einer Reise in den Balkan. In der Hoffnung, die Auflösungserscheinungen seiner Band zu verhindern und der gesellschaftlichen Einverleibung zu entkommen, verstrickt sich der Bandleader in haltlosen Versprechungen und Lügen. Und der Experimentalfilm von Silvio Rohner artikuliert sich als kurzer wilder Ritt zwischen Fantasie und unheilvoller Vision.

Eine Reihe von Arbeiten beschäftigt sich mit Themen rund um die Identität und die eigene Biografie. Fragen nach der eigenen Rolle in der Gesellschaft, der kulturellen Zugehörigkeit sowie der Verquickung der individuellen Vergangenheit mit der Geschichte bieten Anlass zum kritischen Selbststudium. Nicht selten wird dabei auf eigenes Material zurückgegriffen, das anhand fremden, objektivierten Bildmaterials analysiert wird. Es mag auf den ersten Blick erstaunen, dass sich die Diplomarbeit von Sean Dünki in diesem Kontext verortet. Die Karten im Karteikasten zeigen immerzu dasselbe Motiv, mal schärfer mal verschwommener. Erst die Information zu den verwendeten Druckfarben gibt Aufschluss: Zahnpasta, Blut und weitere rund 30 Stoffe verwandelte er zu Tinkturen alchimistischer Experimente. Die Summe dieser Elemente zeichnet wiederum eine charismatische Neugier und Faszination an Materialien und ihren Qualitäten. Selber in der Metal-Szene verankert, schrieb Susanne Früh über Facebook kurzerhand 26 Metalheads aus verschiedenen Ländern Europas an, ihr Informationen über die Szenezugehörigkeit und das Umfeld zu senden. Entstanden ist dabei eine Dokumentation, die nicht nur die stereotype Bildsprache einer Musikszene wiedergibt, sondern durch die Ergänzung mit privaten Bildern überraschende Einblicke in ebenso viele Alltage ermöglicht.

Das Drehbuch von Joelle Held handelt von einer jungen Rettungssanitäterin, die beschliesst, aus ihren schwierigen familiären Verstrickungen auszubrechen, doch zerstört ein unvorhergesehenes Ereignis dieses Vorhaben.

Zahlreiche nie abgeholte Negativstreifen, die Dijan Kahrimanovic von Fotogeschäften in Bosnien erhielt, stellten sich als reichhaltige Quelle von Familiengeschichten, Ferienerinnerungen und Geburtstagsfeiern heraus. Obwohl er die abgebildeten Leute nicht kennt, entdeckt er auffällige Parallelen mit eigenen Bildern, die während Familienferien in der zweiten Heimat entstanden sind. Durch die Durchmischung von Privatem und fremdem Bildmaterial wird deutlich, wie subjektiv Bedeutungszuschreibungen sind und wie austauschbar das Festhalten scheinbar einzigartiger Erinnerungen wird.

Wie kurze Erinnerungsmomente tauchen kurze Videosequenzen aus dem Schwarz des Monitors auf. Die vier Videos auf den Monitoren der Installation artikulieren die wagen Erinnerungen, Träume und Erzählungen von seiner Ankunft in der Schweiz, dem Leben im Aufnahmezentrum und den Stationen im jungen Leben von Liridon Sulejmani, die ihm nur zögerlich ein Gefühl von Zugehörigkeit und Heimat vermittelten.

Nicht aktuelle, sondern Bilder aus dem Jahre 1988, dem Geburtsjahr von Maria Kurz, aus Medien und persönlichen Alben, werden einander gegenübergestellt und nach Kriterien des Glücks und der Freude aber auch nach negativen Gefühlen bewertet. Die Zeichnungen geben einen tiefen Einblick des von Höhen und Tiefen durchzogenen ersten Jahres ihres Lebens.

Die Persönlichkeitsbildung durch die Familie nahm Chloé Bourgogne zum Anlass, das Bild von ihr in der Vorstellung der Mutter, des Vaters und der Schwester zu ermitteln und dieses fotografisch nachzustellen. Die Installation mit den Projektionen suggeriert eine noch immer wirkende Prägung.

Die Diplomarbeiten in diesem Jahr sind Resultate intensiver, individueller Auseinandersetzung mit ei- nem Thema, einer Technik, einer Methodik. Die Studierenden haben auf allen Ebenen experimentiert, mit Entscheidungen und Haltungen gerungen und sich mit verschiedenen Formen der Präsentation befasst. Entstanden ist eine dichte, vielseitige Ausstellung, die sich zu besuchen lohnt.


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MAKEMAKE1
Nov
30
zu 21. Dez.

MAKEMAKE1

Vom 30. November – 21. Dezember 2013

werden insgesamt zehn junge Künstlerinnen und Künstler in der Galerie am Leewasser und im Kult-Turm (Nova Brunnen) ihre Kunstwerke ausstellen. Die Galerie am Leewasser und der Kult-Turm lassen sich auf ein Experiment ein und versuchen mit der geschaffenen Distanz eine Bewegung in die Ausstellung zu bringen.

Künstler: Gianluca Trifilo, Julian von Euw, Franz Urben, Eva Büchi, Angela Werlen, Galla Stambuk, Zahra Atifi, Eva Schuler, Linus Gemsch, Benjamin Kluser

 

JUNGKUNST – eine Plattform für junge schweizer Künstler

Vernissage – Samstag, 30. November 2013

Alle Künstler sind ab 19h anwesend

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Wozu?
Apr
12
zu 4. Mai

Wozu?

Wozu? Eine Ausstellung von Studierenden der F+F der Bereiche Bildende Kunst und Fotografie

13. April bis 4. Mai 2013

Wasserkirche Zürich, Limmatquai 31

Wozu?
Gregory Hari, Emma Bywater, Gianluca Trifilo, Jan Sebesta, Jazmin Taco, Josephine Nobile, Maria Kurz, Aline Rutschmann, David Suter, Tirza Stingelin, Serafin Schlüchter, Liridon Sulejmani

Vernissage: Freitag, 12. April, 18.30 Uhr
Ausstellung: 13. April - 4. Mai 2013

Wozu? ist eine Gruppenausstellung von Studierenden der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich zum Thema Kunst und Kirche. Die jungen Künstlerinnen und Künstler zeigen Arbeiten, die in Bezug zur Wasserkirche entstanden sind.
Während zwei Semestern wurde die Wasserkirche historisch und architektonisch erkundet. Auf Basis der Recherche sind Arbeiten entstanden, die Architektur, Atmosphäre und Geschichte des Ortes beleuchten, und fragen, was ein Kirchenraum gestern und heute bedeutet.
Aspekte wie Licht, Materialität, Dimensionen und Akustik waren Teil der Auseinandersetzung, die in individuelle, sehr unterschiedliche Skulpturen, Projektionen und Installationen mündete. Das Spirituelle und Unsichtbare wurde im Wasser oder in den Steinmetzzeichen des Gewölbes gesucht. Die Stadtheiligen Felix und Regula boten Anlass, über Gewalt und Märtyrertum nachzudenken, aber auch, diese Geschichte ins Jetzt und Heute zu holen. Zwischenräume sind auf verschiedene Weise ausgelotet, Hemmschwellen im sakralen Raum abgebaut worden. Ist Gott im All oder im Mikrokosmos der Krypta?

Statements der Studierenden:

„Durch das Abenteuer Wasserkirche begegnete ich Krokodilen, Pfauen, Elefanten, Tänzerinnen und anderen Kartoffeln.“ Gregory Hary

„Neuland zu betreten ist mit Unsicherheit verbunden, aber offen sein und zuhören bedeutet für mich, weiter zu kommen.“ Jan Sebesta

"Die Ausstellung in, und die Zusammenarbeit mit der Wasserkirche ist ein erfrischender Sprung in einen grossen kühlen See, in Bewegung mit herein-und herabfliessenden Flüssen. Am Ufer dessen, versuchen wir uns zu platzieren." Josephine Nobile

„Ich freue mich auf meine erste öffentliche Ausstellung und finde auch, dass das Thema Kunst und Kirche geglückt ist. Nur den Titel finde ich etwas missglückt.“ Serafin Schlüchter

„Ich hatte Schwierigkeiten, mich mit dem Thema Kunst und Kirche anzufreunden. Es schien mir sehr eindimensional. Aber in der Auseinandersetzung wurde mir klar, dass ich dieses Thema sehr persönlich behandeln kann.“ Liridon Sulejmani

„Ich interessierte mich für das Thema Felix und Regula. Dabei geht es um den Tod, aus dem ich etwas Süsses machen will. So, dass man auf die Geschichte Lust bekommt.“ Maria Kurz

„Glaube und es wird so sein!“ Gianluca Trifilo

Die Studierenden wurden von Maya Bringolf, Sonja Freuler, Martina Guhl, Daniel Hauser, Christina Hemauer, Roman Keller, Romano Strebel, Andreas Vogel, Cornelia Vogelsanger, Dölf Wild und Raphael Zürcher unterstützt.

Vernissage
Freitag, 12.4., ab 18.30 Uhr mit DJ Knut und Bar

Konzert
Donnerstag, 18.4., 20 Uhr mit Dada Global, Organ Improvisation XI - XXI

Führung
Mittwoch, 24.4., 18:30 Uhr mit beteiligten Künstlern

Öffnungszeiten
Di 9-12, Mi-Fr 14-17, Sa 12-17 Uhr

Ort
Wasserkirche Zürich, Limmatquai 31, 8001 Zürich

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Die Fabrik ruft
Sep
14
zu 23. Sep.

Die Fabrik ruft

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Das stillgelegte Industrieareal der alten Zementfabrik in Brunnen, ist auf dem Weg in eine neue Zukunft. Von heute auf morgen? – Nein. – Die heutige Arealbesitzerin Nova Brunnen hat sich für einen Entwicklungsprozess von über 15 Jahren entschieden. Parallel zu den 5 – 7 Bauetappen, steht das Areal bereits jetzt für Zwischennutzungen offen.

"Die Fabrik ruft" iniziiert von Mischa Camenzind, Künstler und Franziska Amstad, Galerie am Leewasser, ist das erste grosse Zwischennutzungsprojekt in der Industriebrache. An zwei Wochenenden im September 2012 (14. – 16. und 21. – 23.) wird die Halle 37 zum aussergewöhnlichen Kunsterlebnis. Über 60 nationale und regionale KünstlerInnen aus den Bereichen Malerei, Videokunst, Skulptur, Installation und Performance verwandeln das ehemalige Rohmühlewerk in eine Kunstgalerie. 

Gleichzeitig, vom 2. – 30. September 2012, findet die Ausstellung "Raumansichten" in der Galerie am Leewasser statt. Die junge Brunner Künstlerin und Fotografin Janine Schranz zeigt fotografische Aufzeichnungen des stillgelegten Zementwerkes.

Die Fabrik in der Galerie – Kunst in der Fabrik. Somit ist die Verbindung "Dorf Brunnen – Nova Brunnen", welches der eigentliche Sinn und Zweck der Zwischennutzung ist, hergestellt. 

Zu erwähnen ist, dass beide Initianten aus der Region sind. Franziska Amstad hat einen direkten Bezug zu dem Areal da sie Ur-Urenkelin des Gründers der KHS Zementfabrik, Karl Hürlimann, ist.

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